Wie sehr beeinflussen Schulen unsere Ziele?

Ein soeben gemeldetes Ereignis bringt mich dazu, meinen Kommentar vom 17. März 2016 nochmals zu veröffentlichen. Denn auch heute stehte eine ehemalige Mitschülerin (eine Jahrgangsstufe jünger) wieder in besonderem Rampenlicht.

 

(Hinweis: es handelt sich um eine Wiederveröffentlichung meines Kommentars vom März 2016)

Diese Mitschülerin, die immer wieder mit scharfer Islamkritik auffiel, brachte mich bereits vor einem Jahr dazu, mir Gedanken zum Thema Ethik im Unterricht zu machen: eine Mutter echauffierte sich vor gut einem Jahr öffentlich auf Facebook, dass ihr Kind in der Schule durch Lehrer indoktriniert würde, weil im Unterricht das Thema „Islam“ behandelt wird. Die Mutter ist der Ansicht, ihr Kind werde in der Schule manipuliert und verschiedene Themen sollten nicht an ihr Kind herangetragen werden, damit sich das Kind frei entwickeln könne.

Ich sehe das als Unsinn an. In meinen Augen werden Schülerinnen und Schüler nicht manipuliert, wenn sie ein maximales Lernspektrum erfahren dürfen.

Manipuliert uns Bildung?

Auch ich meine mich glücklich zu schätzen, eine mannigfaltige Bildungspalette angeboten bekommen zu haben. So wie meine ehemalige Mitschülerin, um die sich heute der Zeitungsartikel drehte. Immer wieder dachte ich dabei gleichzeitig auch an einen anderen ehemaligen Mitschüler (3 Jahre älter als ich), der dieselbe Schule besucht hat. Wir alle drei hatten dieselben Lehrer, uns standen dieselben Lehrmittel zur Verfügung, wir haben in denselben Räumen gesessen, nur eben zu unterschiedlichen Uhrzeiten.

Wir haben uns alle auf demselben Pausenhof gesehen, täglich, über mehrere Jahre. Man könnte nun anhand der Manipulationstheorie glauben, wir drei würden identische Überzeugungen vertreten, doch das ist weit gefehlt. Wir haben alle unseren Weg gewählt, nicht nur wir drei, sondern auch alle anderen Schülerinnen und Schüler dieser Schule. Aber gerade derzeit, auch mit Blick auf diese zwei Mitschüler, habe ich in dieser Woche gelernt: Schulen sollten uns ein Maximum an Wissen lehren. Wissen ist das Werkzeug im Leben. Was wir am Ende mit diesem Werkzeug machen, das bleibt uns selbst überlassen.

Wir sind trotz gleicher Schule frei am Ende frei in der Entscheidung!

Die einen schmieden mit Hilfe ihres Werkzeugs Pflüge, die anderen mit demselben Werkzeug Schwerter. Und wieder andere versuchen, aus Schwertern Pflugschare zu schmieden.

Denn es ist nicht nur die Schule, die uns beeinflusst in der Wahl unseres Weges, sondern auch die “real-life-Filtterblase”, eine Filterblase, die nicht erst seit der Erfindung der sozialen Netzwerke existiert.

Schulen sind wichtig, aber die genannten Mitschüler zeigen auch, dass erlerntes Wissen nicht manipuliert.

Mein Name ist Andre​ Wolf, ich habe das CJD Gymnasium Versmold​ besucht und nach meinem Abitur Theologie (ohne Abschluss) studiert.
Meine Mitschüler, an die ich in diesem Zusammenhang immer denken muss, sind Thorsten Klute​, Staatssekretär für Integration des  Landes NRW,
und Alice Weidel​, Bundesvorstandsmitglied der AfD.
Beispiele darin, wie frei wir in der Wahl unserer Ziele sind, wenn wir gelernt haben, die Mittel zu beherrschen.

Verweise:
Ethik  http://goo.gl/cbHKce
Alice Weidel   http://goo.gl/uwk6di
Thorsten Kluthe  https://goo.gl/ayaSr3

 


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