Ein paar Anschläge würden ihm genügen …

Die Frage ist nur, warum dieser eine Kommentar nicht bereits früher großflächig thematisiert wurde?

Bereits am 18. Mai 2017 merkte AfD Politiker Arvid Immo Samtleben an, dass der AfD durchaus ein paar islamistische Anschläge guttuen würden. Besser gesagt, diese würden ihr helfen.

Dieser Kommentar ist mutig, direkt, aber zumindest ehrlich. Und vor allem wurde er noch nicht gelöscht, sondern ist auf seinem eigenen Facebookprofil immer noch zu lesen. Hier schrieb er recht deutlich:

 

Helfen würden bei den sinkenden Umfragen ein par islamistische Anschläge in Deutschland direkt vor der BTW…… ist so, auch wenn das keiner so sagt und es echt traurig ist. Sagt mir das es falsch ist!

 

Man muss dazu sagen, dass Samtleben in völligem Bewusstsein diese Sätze veröffentlichte und ihm auch klar war, dass es „moralisch wenig ok” ist. Dennoch sind sie da und sie haben nun 3 Monate nach ihrer Veröffentlichung einen ganz besonderen Beigeschmack bekommen.

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Die AfD befindet sich seit einer gewissen Zeit bei 7 – 9 % Stimmenanteil bei Wahlumfragen. Damit sind sie nicht stärker, aber auch nicht schwächer als die direkten Konkurrenten Linke, Grüne und FDP. Mal hat der eine einen Prozentpunkt Vorsprung, mal der andere.
 

Samtlebens Wunsch

 

Gegenüber den direkten Konkurrenten hat gemäß Samtleben die AfD jedoch einen Vorteil: die Terroranschläge arbeiten für die Partei.

Der sich schämende Samtleben hat natürlich völlig Recht: jeder instrumentalisierte Anschlag, jeder vereinnahmte Tote arbeitet natürlich unfreiwillig als Wahlkampfhelfer der AfD. Nicht nur der AfD, denn europaweit dürfte es durchaus mehr Parteien geben, die nun aufgrund eines weiteren Attentates eine Sektflasche öffnen.

Für Champagner könnte es nicht reichen, denn der Anschlag fand ja nicht im eigenen Land statt. Samtlebens Wunsch entspricht hier der Hoffnung auf eine self fullfilling prophecy. Einer Hoffnung auf das böse prognostizierte.

 

Bei all dem Bashing

 

Ich habe nun viele Kommentare und Artikel zu Samtlebens lebensverachtendem Kommentar gelesen, doch man muss ihm eines lassen: er hat schlichtweg recht!

Auch wenn er es aus der subjektiven Warte verfasst hat und Terroranschläge als helfendes Element beschreibt, so dürfte er den Effekt nicht falsch beschreiben. Der IS sendet Attentäter nach Europa, um die soziokulturelle und politische Stabilität zu zerstören und erwirkt am Ende das ersehnte Ziel:

Die Werte, die Europa und die freien Demokratien ausmachen, werden in ihren Grundfesten erschüttert und bedroht. Werte und Ziele, die seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts angestrebt und auch erreicht wurden, geraten ins Wanken.

Bei all dem Bashing, was nun  gegenüber dem Samtleben–Kommentar betrieben wird, darf niemand vergessen, dass seine Sätze objektiv zutreffend sind.  Anschläge und Attentate dürften durchaus politischen Interessen dienen. Mehr noch: je geringer die geografische Nähe eines Anschlages ist, desto größer ist die Auswirkung auf die eigene Comfort-Zone. Natürlich will niemand am Ende negativ betroffen sein, auch ich nicht.

Es liegt daher absolut in den Händen der Menschen in den mitteleuropäischen Demokratien, wem letztendlich  Terroranschläge helfen. Nein, selbst das ist falsch ausgedrückt, denn Terroranschläge und Attentate dürfen niemandem helfen. Weder dem IS, noch einer Partei oder sonstigen Interessen. Gewalt und Mord darf keiner Lobby dienen. Und wenn doch, so ist sie zu verachten.

 


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